Probleme mir Rückkopplungen?: Bonns Rhythm ´n Blues - Szene informiert

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 Weg mit Rückkopplungen!

Alle Sänger(innen) und Spieler akkustisch abgenommener Instrumente (z.B. Gitarren, Geigen, Flöten, ja selbst Saxophone) kennen die leidigen Probleme mit der Rückkopplung, typischerweise einem nervigen Pfeifen. Rückkopplung, das bedeutet: Das Mikrophon nimmt die von den Lautsprechern abgestrahlte Musik auf und führt sie wieder dem Verstärker zu, und so weiter, bis die Struktur verloren geht und Pfeifen übrig bleibt. Zum Glück gibt es recht wirkungsvolle Mittel dagegen:

Vom Lautsprecher abgestrahlte Töne dürfen nicht mehr so hart auf das Mikrophon treffen.

1.) Das Mikrophon wird weiter von einem Lautsprecher weg postiert, vor allem nie vor den Lautsprecher, und damit heraus aus dem Bereich, den er am lautesten beschallt wird.

2.) Alle Musiker spielen leiser!

3.) Damit sich der / die Sänger/in oder Spieler(in) totzdem genügend laut hören kann, wird allein ihre Musik nur für sie lauter übertragen; ich bevorzuge dabei einen Kopfhörer in einem Ohr. Anlass für diese Tipps ist eine Geigerin, die sich bei einer Session unmittelbar vor einen Lautsprecher stellte, um sich möglichst laut zu hören. Ergebnis: Der Mann am Mischpult vermied die sonst unvermeidliche Rückkopplung, drehte sie runter, und nun konnte sie niemand mehr gut hören.

Mai 2009 wurden mir von Norfried Baum, dem Betreiber von Baums Musikladen, zwei viel bessere Möglichkeiten genannt:

a) Ein kleines Mischpult, an das ein Kopfhörer angeschlossen und von dem das Signal an das Hauptmischpult weitergegeben wird. Er empfahl das Phonic AG 120 für unter 60,- Eu. Dazu kämen dann noch die Kosten für einen Kopfhörer für ein Ohr.

Und natürlich gibt es da für jeden, der mehr Kosten zu tragen bereit ist, auch drahtlose Lösungen.

b.) Einen aktiven Monitor (mit eingebautem Verstärker). Als kleines, ohne großen Aufwand mitnehmbares Modell nannte Norfried den Roland Cube Monitor CM 30 für 165,- Eu. Hier entfallen dann die Extrakosten für einen Kopfhörer, und die Bewegungsfreiheit bleibt grundsätzlich erhalten. 

Statt dessen sollte man schon die Anschaffung eines Ständers in Betracht ziehen, um die kleine Box nicht auf den Boden, einen anderen Verstärker, oder was auch immer stellen zu müssen. Und natürlich wird das Musiksignal auch von ihm aus an die PA oder Gesangsanlage weiter gegeben.

Die Vorteile beider Lösungen: Mit Kopfhörer ist eine Rückkopplung praktisch ganz ausgeschlossen. Aber selbst über den Monitor ist diese Gefahr sehr weitgehend eingeschränkt.

Der / die Musiker(in) hört sich auch dann, wenn er - sehr empfehlenswert - sich aus dem Haupt- Abtrahlbereich der Gesangsanlage hinaus begibt. Eine Rückkopplung kann jetzt praktisch nur noch zwischen Mikro und Monitor entstehen. Das heißt: Stimme oder Instrument alleine müssen dazu schon so laut abgenommen werden, dass eine Rückkopplung entsteht.

So wird eigentlich immer eine brauchbare Lösung machbar.

Zu den Vorteile einer eine kabellosen Übertragung vom Instrument zum Eingang von Mischpult oder Verstärker, wie sie heute selbst in Studioqualität möglich ist: So was (oder, wie ich es früher nutzte, ein längeres Kabel) erlaubt dann mehr Bewegung auf der Bühne.

 

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