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Bonn groovt
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Diese Seite ist nicht für diejenigen unter Euch, die eh schon alles über Saxofone wissen. Aber allein das, was ich erst nach Jahrzehnten innerthalb von kurzer Zeit über die Möglichkeit erfuhr, einen guten Saxophonklang zu bekommen, möchte ich doch mit Euch teilen. Mehr auf Links zu echten Fachleuten. Saxophone sind teuer genug. Natürlich ist der Klang deines Saxofones wichtig. Bei gebrauchten Saxofonen lohnt es sich daher sehr, darauf zu achten, dass alle Klappen richtig schließen - die Polsterung muss ok sein, und die Mechaniken in Ordnung, vor allem nicht verbogen. Und natürlich ist es wichtig, was Du tust. Probier einfach mal, ganz tief Luft zu holen, ansonsten beschränke ich mich hier auf das Instrument. Wenn Du Dir Gedanken zu dem was Du eigentlich willst, wie Du das rüber bringen kannst, insbesondere deiner Phrasierung machst, kann das nie schaden. Ich möchte, obwohl ich in diesen Fragen kein Super-Fachmann bin, doch etwas auf Ge- brauchsfolgen der Saxophonbenutzung eingehen; und etwas kannst Du, wenn Du die Augen aufmachst, schon neu einstellen. Ich selbst habe zwar mal erfolgreich die Klappen meiner Klarinette neu gepolstert, aber beim Saxophon bin ich angesichts seiner umfangreichen Mechanik davor zurück geschreckt - Du müsstest Dir wirklich viel zutrauen, und Dir z. B. einen Haken bauen, um schwer zu erreichende Spannfedern neu spannen zu können. Was Du mit einem kleinen Schraubenzieher kannst, ist die korrekte Mitnahme solcher Klappen ein zu stellen, die nicht unmittelbar von Hand bewegt werden. Jedenfalls dann, wen das Einstellen an einem kleinen Schräubchen auf dem Weg von dort, wo Du drauf drückst zur Klappe reicht. Dafür sind die schließlich da. Persönlich habe ich schon Klappen, die seltsamerweise seitlich "abgedriftet" oder verdreht waren, wieder korrekt über ihre Öffnungen plaziert. Denn natürlich muss jede Klappe jede Öffnung rundherum verschließen. Aber abgesehen davon, dass Du dein Instrument besser sehr sorgfältig behandeltst, möchte ich nicht empfehlen, so etwas selber zu tun. Ich habe auch schon, vollkommen unerfahren in solchen Dingen, Gasdruckstoßdämper in einen PKW eingebaut - jeden auch nur Schraubenzieher musste ich mir dazu erst kaufen. Na gut, ich bin mit diesem Wagen noch bis Italien und Spanien und mehrfach über den TÜV gekommen; eine gewisse Kühnheit wird man mir da nicht absprechen können. Falls Du diese Verantwortung und das Risiko auf Dich nehmen willst: Schau vor sowas lieber ein paar mal mehr hin, vielleicht Tage lang. Und dann biege lieber zu wenig als zu viel, etwas mehr machen kannst Du immer noch. Na klar ermüdet zu viel Biegerei das Material, und bei krassem Übertreiben kannst Du auch Teile abbrechen. Ich fand es schon überraschend, als ich las, dass die Hälfte des Klangs eines Saxophons vom Mundstück abhängt, und nur 30 Prozent vom Sax (Rest Blatt - wie schon gesagt, bleibt der Spieler hier außen vor). Nun sind auch Mundstücke nicht umsonst, aber kosten doch unvergleichlich weniger viel, als neue Saxophone. Mundstücke? Mundstücke. Oh ja, Mundstücke!Ich möchte nur kurz einflechten, dass das optimale Einsteiger-Mundstück ein 4c-Mundstück von Yamaha sein soll. Hier beschränke ich mich auf Mundstücke, die ich selber gespielt habe. Wer also meint, ich sollte auch über seins berichten, soll mir eins überlassen - ich schreibe aber nur was, wenn mir das Teil erwähnenswert scheint: Wenn Du aber lieber einen rockig / rotzigen Klang haben willst, probier mal ein Otto Link "Super" Tone Master. Ich weiß, dass viele Leute nichts von Metallmundstücken für Alt- saxofone halten, aber es war das erste Mundstück, mit dem ich auf meinem Alto einen guten Sound hin gelegt habe. Für einen coolen Sound solltest Du z. B. eher mit einem Selmer S 80 klar kommen - dazu ist dann aber auch ein wirklich hartes Blättchen notwendig; nicht mein Ding. Meinen Schwer- punkt möchte ich aber auf Mundstücke mit einem rauchigen Klang legen, wie er z. B. im Jazz der 50er Jahre des 20. Jahrunderts, sowie bei Soul- und Bluesstücken oft zu hören ist: Kautschuk-Mundstücke von Meyer (USA) - weitverbreitet in der Popmusik, und nach Ansicht mancher DAS Mundstück für Alto-Sax, wie ich es spiele. Allerdings spielte und spiele ich auf meinem Yamaha mit Mundstücken, die voller im Klang sind (mehr unten). Ich kann nur sagen: Das Geld für erstklassige, passende Mundstücke ist vernünftig ausgegeben! Die Meyer-Mundstück lassen einen elastischen, grade auch in der Unterhaltungsmusik gängigen Klang ertönen (wie gesagt, meine Erfahrungen stammen vom Alto - aber ich glaube, die Tendenz ist auch bei anderen Saxophonen ähnlich). Das Soloist klingt etwas voller und massiver, grade wenn Du den Ton rauher werden lässt. Sinnvoll z. B., wenn Du dich im Blues, Rock oder Jazz klanglich von Unterhaltungsmusik absetzen willst. Übrigens kann man Mundstücke auch gebraucht kaufen. Dabei kommt es natürlich - wie immer bei einem Mundstück - auf die Bahnöffnung an; also den Winkel zwischen Mundstück und Blättchen. Eine größere Bahnöffnung erlaubt durch Anspannen der Lippen und Pressen des Blättchens einen etwas ähnlichen Effekt, wie das Saitenziehen bei Gitarren; bloß nicht nach oben, hin zu höheren Tönen, sondern nach unten. Bei einer größeren Bahnöffnung ist ein Unterschied von einem halben Ton durch Pressen des Blättchens gegen das Mundstück durchaus machbar; sehr angenehm, wenn Du Blues spielen und einem dem Saitenziehenauch ähnlichen Effekt erreichen willst, aber auch für ein Vibrato. Natürlich brauchst Du dazu genügend Kraft und Luft. Bis zu einem gewissen Grade kannst Du ein Mundstück mit großer Bahnöffnung mit dün- neren Blättchen leichter spielbar machen. Sonst heißt es - wie eigentlich immer: Üben, üben, üben! Wie Du Dich einschätzt, kannst eigentlich nur Du selbst entscheiden. Ich habe mir mein persönliches Mundstück grade auf mein Yamaha-Sax abgestimmt bei HWP / Elmshorn bauen lassen, von dem ich schon gelesen hatte, dass er als echter Mundstück-Guru gilt. Und erfuhr nach meinem ersten Auftritt mit ihm von anderen Musikern, dass ihnen sehr aufgefallen sei, wieviel besser der Klang meines Saxophonspiels geworden sei. Nach etwa einem Jahr fortdauernden Entzückens mit dem Ding kann ich nur empfehlen: Wenn dein Saxophon die richtigen Töne trifft, einen ziemlich befriedigenden Ton zulässt, nichts gegen seine Weiterverwendung spricht, Du aber Ton und Ausdruckskraft deines Spiels verbessern willst, lass Dir ein wirklich gutes Mundstück bauen oder kauf Dir eins, meinetwegen gebraucht! Ich weiß, dass in der klassischen Jazz-Szene Amerikas einige der wirklich berühmten Saxophonisten z. T. auf Flohmärkten wieder und wieder nach Mundstücken stöberten, mit denen sie einen noch geileren Ton raus bringen konnten. Natürlich musst Du an einen fähigen Mundstück-Bauer geraten, und vor allem wissen, was Du willst. Ich wollte auch erreichen, dass mein Yamaha (Benutze ich bei Sessions und kleineren Konzerten) endlich so voll klingt wie mein Selmer - und ich habe nun weit mehr. Darüber hinaus bekomme ich seit dem auf beiden Instrumenten einen absolut amtlichen Ton raus - Scheiße, alle Unvollkommenheiten können nur noch an mir liegen! Es mag auch sinnvoll sein, Dir kein neues Mundstück zu kaufen, sondern dein vorhandenes überarbeiten zu lassen (refacing). Ich selbst bin auch zufrieden mit meinem Meyer mit Bahnöffnung 7 für mein Selmer. Zu verkaufen habe ich ein gleiches, sehr gut erhaltenes Soloist Bahnöffnung D und ein Selmer S 80 mit Bahnöffnung C; mein Otto Link Metallmundstück Super Tone Master ist schon weg. Viel mehr Informationen über Saxophone und Mundstücke bis hin zu Möglichkeiten des Gebrauchtkaufes findet sich auf http://www.saxwelt.de . Aber auch Grifftabellen findest Du im Netz. Ausführlicher
zum Saxophonspiel und dem Drumherum hier
und weiter hier
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